Quantifying and mitigating privacy risks in biomedical data Article Swipe
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· 2017
· Open Access
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· DOI: https://doi.org/10.22028/d291-27302
· OA: W2969519745
Die stetig sinkenden Kosten für molekulares Profiling haben der Biomedizin zahlreiche neue Arten biomedizinischer Daten geliefert und den Durchbruch für eine präzisere und personalisierte Medizin ermöglicht. Die Veröffentlichung dieser inhärent hochsensiblen und miteinander verbundenen Daten stellt jedoch eine neue Bedrohung für unsere Privatsphäre dar. Während die IT-Sicherheitsforschung sich bisher hauptsächlich auf die Auswirkung genetischer Daten auf die Privatsphäre konzentriert hat, wurden die vielfältigen Risiken durch andere Arten biomedizinischer Daten – epigenetischer Daten im Speziellen – größtenteils außer Acht gelassen. Diese Dissertation stellt Verfahren zur Messung und Abwehr solcher Privatsphärerisiken vor. Neben dem Genom konzentrieren wir uns auf zwei der wichtigsten gesundheitsrelevanten epigenetischen Elemente: microRNAs und DNA-Methylierung. Wir quantifizieren die Privatsphäre für die folgenden realistischen Angriffe: (1) Verknüpfung von Profilen über die Zeit, Verknüpfung verschiedener Datentypen und verwandter Personen, (2) Feststellung der Studienteilnahme und (3) Inferenz von Attributen. Unsere Resultate bekräftigen, dass die Privatsphärerisiken solcher Daten ernst genommen werden müssen. Zudem präsentieren und evaluieren wir Lösungen zum Schutz der Privatsphäre. Sie reichen von der Anwendung von Differential Privacy unter Berücksichtigung des Nutzwertes bis zu kryptographischen Protokollen zur sicheren Auswertung eines Random Forests.